Die AHS Woche in Saint Girons

  • Erstellt am 15.10.2015 21:56
  • Veröffentlicht am 15.10.2015 21:56
  • Von Maike

 

 

Für die einen ist Saint Girons Plage und das studisurf Surfcamp das erste Mal,  für die anderen ist es  schon die zweite Heimat! So oder so, mit einem Kribbeln im Bauch treten unsere Gäste die Fahrt nach Frankreich an. Und auch wir, das Team, fühlen eine Mischung aus Vorfreude und Nervosität. Das ganze Jahr haben wir auf diese Woche hingearbeitet, uns den ganzen Sommer gefreut und jetzt ist es soweit: Aber haben wir auch an alles gedacht? Welche Gäste erwarten uns?

studisurf surfcamp

  

 

Schon im Morgengrauen erreichen uns die ersten Busse. Noch leicht verschlafene Menschen blicken mich gespannt an – wissen sie eigentlich, wer ich bin? Kurze Info und dann legen sich die meisten auch gleich wieder hin: auf unsere Matratzen, in die Hängematten, selbst die Holzbänke scheinen gemütlicher zu sein als die Sitzplätze im Bus. Das Frühstück wird vorbereitet, immer mehr Busse trudeln ein, ich begrüße die Neuankömmlinge, beantworte Fragen, der Check In beginnt.

Endlich bekomme ich die Gesichter zu den einzelnen Namen zu sehen, Personen, mit denen ich teils schon im täglichen Austausch war! Kurzer Schnack mit jedem Einzelnen und weiter geht’s. Alle sind total entspannt - so schnell nimmt die Surfergelassenheit unsere Gäste also ein. Dann startet der Rundgang: Stefan und ich voran, eine Schar von studis hinterher – durch das „Dorf“ Saint Girons, wo der Supermarkt schon am nächsten Tag in die Winterpause geht.

 

Surfcamp Chillout

 

 Die Vorstellungsrunde am Abend beginnt und kaum gebe ich das Wort ab, fängt es an zu regnen. Ohje, kündigt sich da etwa das Wetter für die gesamte Woche an? Bloß nicht! Wir rücken alle etwas zusammen – Kuschelstimmung garantiert. Wir versuchen, gegen das Geräusch des herunter prasselnden Regens anzuschreien – vergeblich! Kürzeste Vorstellungsrunde der Saison J !

Theorie Surfunterricht

  

Der erste Morgen, alle sind wohl auf, motiviert und gespannt auf ihren ersten Surftag. Während die Studenten sich  Richtung Strand begeben, mache ich mich auf den Weg zum Supermarkt zum Bowleeinkauf – ein Spaß! Ich will nicht wissen, was der Kassierer von uns gedacht hat.

Nach den ersten Sessions am und im Wasser, auf und neben dem Board, gibt es auch die erste Theorieeinheit: Wetter – ein Thema, was uns die ganze Woche begleiten wird. Kurz nach dem Abendessen startet auch schon unser Bowleabend: 130l Bowle  – ich glaub ich dreh am Rad! Hab ich auch – und musste mich 10mal um mich selbst drehen. Gott sei Dank war ich nicht die Einzige ;) Der erste Bowletopf geht leer, Nachschub wird gebracht, die Stimmung wird immer besser. Überall hört man fröhliche Stimmen, Lachen, alle scheinen Spaß zu haben. Pünktlich um 23 Uhr ist der Bowleeimer leer und Emre will uns loswerden: Wohin mit 100 partywütigen Studenten? Auf zur Promenadenbar, wo wir noch ordentlich weiterfeiern!

Bowle

  

Am Montagmorgen gleich die traurige Nachricht: rote Flagge – keine Surfkurse für heute. Die einen machen Trockenübungen für den Take Off, haben Theorieeinheit und schauen sich das Spektakel am Strand an. Andere haben noch mit den Nachwirkungen der Bowle zu kämpfen. Am Nachmittag leisten sich Schmetterball in dein Gesicht, Die 5.0, Marburger Allstars, Mila Superstar, Hakuna Matata und no name schweißtreibende Duelle beim Beachvolleyball. Der Abend steht unter dem Motto Extreme Activity – was daran extreme sein soll? Naja, wir sind halt extrem viele Leute ;) Und zudem noch extrem cool. Einige lauschen den Klängen der Gitarre, wippen ihre Füße im Takt, summen oder singen sogar mit, während andere vergeblich einen Goofy Surfer pantomimisch darstellen oder versuchen, eine A-Frame zu zeichnen. 

Volleyball

 

Es ist Dienstag: San Sebastian steht auf dem Programm – olé! Zwei Busse, 100 Studis und Team machen sich auf den Weg nach Spanien. Erster Stopp: Gruppenfoto. Zweiter Stopp: Pinkelpause bei McDonalds. Stadtpläne werden verteilt, ein paar von euch ziehen alleine los, um die Stadt zu erkunden, andere verschwinden zum Surfen oder erklimmen den hauseigenen Berg Monte Urguell. Andere brechen mit Jens zum kleinen Stadtspaziergang auf, der Rest kommt mit uns. Wir schlendern durch die Altstadt, über die Plaza de la Constitucion, an der Santa Maria Kirche vorbei, lassen den Pukas Shop rechts liegen und enden am Stadtstrand Bahia de la Concha. 2 Stunden bleiben noch bis zum Abendessen… erst mal Café trinken J Dann Turboshoppen – das geht ganz gut in San Sebastian. Was auch ganz gut geht: Tapas essen. Das tun wir auch alle gemeinsam – ein Festschmaus! Von dort geht’s gleich in Disko, wo wir mit den Gästen aus Vieux Boucau steil gehen. Dieser leuchtende Gin Tonic hat’s aber auch in sich ;) 

San Sebastian

Leicht angeschlagen schleppt ihr euch am Mittwoch zum Strand zu den Surfkursen. Gegen Mittag ziehen auch Jonas, Johannes und ich Richtung Strand – die zwei Jungs haben ihre Bretter dabei und versuchen ihr Glück. Ich schaue mir das Treiben am Strand und im Wasser an. Ihr kämpft euch mit den Brettern ins Wasser, der Wind peitscht. Im Meer macht euch die Strömung zu schaffen – all das scheint egal zu sein! Immer wieder ziehen euch die Wellen magisch an. Am Strand stellen wir uns wie Pinguine zusammen, um uns zu wärmen. Das Warm Up ist kurz davor zu beginnen, da wird die letzte Session abgesagt: Der Sturm wird immer heftiger! Der Sand fühlt sich an meinen Beinen an wie kleine Nädelchen. Es fängt an zu hageln – es wird höchste Zeit zu gehen! Aber trotzdem irgendwie cool… Am Abend fordert Bierflasche in dein Gesicht die Gäste beim Flunkyball erneut heraus. Leider vergeblich – in der ersten Runde scheiden wir aus. Das Publikum pöbelt, der Schieri verteilt Strafbiere, wo‘s nur geht, die Spieler trinken, was das Zeug hält. Ausklingen lassen wir den Abend erneut in der Promenadenbar. 

Donnerstag geben die Surflehrer um 11 Uhr den Call: Erst mal keine Surfkurse. Um 15 Uhr schauen wir weiter. Bis dahin finden einige ihren Ausgleich beim Yoga, andere spielen Beachvolleyball. Leider sieht es am Nachmittag nicht besser aus – also keine Surfkurse für heute! Na, dann ab nach Hossegor zu den Outlets. Oder Spielspaß: Phase 10, Black Stories, Bierpong, Paul Peter – ihr seid kreativ! Den Tag lassen wir beim Movienight ausklingen: The Beach.

Yoga im Surfcamp

  

Es ist schon Freitag! Verrückt, wie schnell die Zeit vergeht. Glücklicherweise hat sich das Meer beruhigt und die Surfkurse finden  statt. Und ihr steht auf dem Board, als hättet ihr die ganze Woche nichts anderes getan! Die Surflehrer sind begeistert, ihr seid begeistert – was gibt es Besseres! So ein Tag, so eine Woche muss gefeiert werden! Nachdem wir, das Team, uns verabschiedet haben, stoßen wir auf eine „einzigartige“ Woche an! An der Bar gibt es Longdrinks, die Surflehrer geben Bier aus, die Slideshow lässt die Woche in Form von Bildern Revue passieren. Und wo beenden wir die Woche? In der Promenadenbar: Dort, wo alles nur ein paar Tage zuvor begann. Der Pegel ist ordentlich, alle sind in Feierstimmung. Und auch was anderes liegt in der Luft: Amour <} Wo ich hingucke, sehe ich schmusende Pärchen ;) 

Surfen

Samstag – Abreisetag. Um für die roten Flagge-Tage aufzukommen, finden auch heute wieder Surfkurse statt! Super für euch – perfekte Bedingungen. Und wer ist da unser VIP-Gast am Strand? Die Sonne! Sie lacht und zaubert auch auf unseren Gesichtern ein glückliches Lächeln! Ein perfekter Abschluss!

 

Glücklich und zufrieden nehmen wir das letzte Abendessen ein. Gemischte Gefühle zeigen sich: Freude aufs eigene Bett, Trauer, dass es schon vorbei ist, Angst, dass man die neuen Freunde nicht so bald wieder sieht. Die studisurf Familie muss sich trennen, eine Gruppe, die in so kurzer Zeit so eng zusammengewachsen ist. Letzte Umarmungen, schnell werden Nummern ausgetauscht und zurück Richtung Heimat.

 

Bis nächstes Jahr!

Maike für das studisurf Team 

 

 


Login