Reiseapotheke für deinen Surfurlaub

  • Erstellt am 10.07.2020 20:54
  • Veröffentlicht am 10.07.2020 20:54
  • Von Tonia Bittmann

Gesund und fit durch den Surfurlaub

Das ganze Jahr am Meer leben und surfen, wann immer du Lust hast: Das wär’s! Dann wäre es auch gar nicht schlimm, mal zwei Surftage zu verpassen, wenn dich eine Erkältung erwischt hat oder du dich einfach schlapp fühlst. Aber bei zwei Wochen Surfurlaub, auf die du dich schon das ganz Jahr freust, ist es total ärgerlich, krank zu werden und womöglich den Swell deines (Surf-)Jahres zu verpassen!

Deshalb bekommst du hier eine Zusammenstellung einer kleinen, aber feinen Reiseapotheke. Es lohnt sich auf jeden Fall, diese kleinen Helfer und Hausmittel noch schnell in die Boardbag vor dem Surftrip zu werfen! Und damit sich auch dein Körper optimal auf das lange Paddle-Out vorbereiten kann, gibt es am Schluss noch ein Power-Frühstücks-Rezept für dich.

Ein Tipp vorab: Informiere dich vor der Reise bei deiner Krankenversicherung, welche Kosten im Notfall abgedeckt werden. Surfen gilt bei Versicherungen als Extremsportart. Sollte dir die Abdeckung deines Anbieters nicht ausreichen, kannst du meistens über dein Surfcamp eine Zusatzversicherung für die Zeit des Surfurlaubs dazu buchen.

Rezept für Früchte Porridge

Die Basics für jede Reise
Auf einem Surftrip bist du meistens barfuß unterwegs, doch ein kleiner Cut im Fuß, sei es durch scharfkantige Felsen oder Tannennadeln auf dem Weg durch Frankreichs Pinienwald, passiert schneller als du denkst und nervt, wenn sich die Wunde entzündet. Die absolute Grundausrüstung ist deshalb:

  • Desinfektionsmittel um die Wunde zu reinigen
  • Pinzette
  • wasserfeste Pflaster, damit die Wunde sauber und sandfrei bleibt

Die Sonne am Meer ist sehr intensiv, deshalb solltest du unabhängig von deinem Hauttyp unbedingt auf guten Sonnenschutz achten.

  • Sonnencreme (50+), Zink für’s Gesicht und Aftersun
  • Halstuch für den Wind am Strand, das kannst du dir auch um den Kopf binden
  • Sonnenschutz für den Kopf: Cap oder Hut

Wenn du es nicht gewohnt bist, in deinem Alltag so viel Zeit draußen zu verbringen und auch eher Stadtpflanze als Seestern bist, kann dein Körper empfindlich auf ständigen Wind, Salzwasser und Sandstaub in der Luft reagieren. Natürlich kannst du deine vorbeugende Reiseapotheke davon abhängig machen, wie sensibel du auf äußere Einflüsse reagierst.

  • Augentropfen, falls die Augen vom Salzwasser trocken werden
  • Creme gegen Gerstenkorn am Auge (kann in Kombination von Wind und Salzwasser schnell auftreten)
  • Ohrentropfen: vorbeugend, gegen Ohrenentzündung durch Wind/Salzwasser
  • Halslutschtabletten, falls die Nacht in der Bar lang war, die Stimme heiser ist oder du durch sandige Luft Husten bekommst. In dem Fall kannst du auch immer die Küchenfee nach einem Tee aus Thymian und Honig fragen, das hilft mir immer gut 
  • Antiallergikum, solltest du wissen, dass du auf Nahrungsmittel oder Insektenstiche allergisch reagierst
  • Tabletten gegen Reiseübelkeit! Bewirkt Wunder, wenn du nach einer wackeligen Busfahrt oder langen Flugreise direkt fit ins Meer hüpfen möchtest
  • Kopfschmerztabletten: Und wieder: Falls der Abend in der Bar zu lang war oder du zu viel Sonne abbekommen hast, sind Kopfschmerztabletten die letzte rettende Instanz ;)

Noch mehr am Meer: Sinnvolle Surf-Add-Ons

  • Surferears: wenn du zu Ohrenproblemen neigst, sind Surfersears eine sinnvolle Anschaffung, die dich noch dein ganzes Surfleben begleitet. An dein Ohr angepasst wirken sie wie Ohrstöpsel, die zwar Geräusche hindurch lassen, aber vor Schmutz im Wasser und verwachsenen Knorpeln in Folge von Wind schützen. Sie sind mit einer Mini-Leash verbunden, die du hinten in deinem Wetsuit befestigen kannst, damit sie beim Wipe-Out nicht verloren gehen.
  • Magnesium gegen Muskelkater: egal, welches Surf-Workout du Wochen vor dem Trip durchziehst: Beim Surfen selbst werden immer Muskeln beansprucht, von denen du nicht mal wusstest, dass sie existieren.
  •  Ebenfalls gegen schmerzende Muskeln oder bei leichten Schwellungen/Prellungen auf unverletzter Haut hilft Arnikasalbe oder Tigerbalsam.

Sonnencreme für das Surfen 

Magnesium und Zink für das Surfen

Außerhalb von Europa? Darauf solltest du achten

Die bisherigen Tipps beziehen sich auf Reisen in Europa, schützen dich aber nicht vor ernsthaften Krankheiten. Besonders wenn du außerhalb Europas reist, solltest du vorher die Seite des jeweiligen Auswärtigen Amts checken, welche Impfungen notwendig sind oder ob du Wirkstoffe vorbeugend gegen Malaria o.ä. einpacken kannst.
Wenn du dich durch sämtliche kulinarische Köstlichkeiten futtern willst, schaden außerdem Kohletabletten nicht, die notfalls Magen und Darm wieder auf Vordermann bringen, falls du eine Mahlzeit nicht vertragen hast.
Zusätzlich lohnt sich auch ein richtig gutes Moskitospray gegen (tropische) Stechmücken.

Power-Frühstück: Früchte-Porridge mit Hanfsamen
Egal ob als Vorbereitung auf den Surftrip, unterwegs im Van oder um dein Frühstück im Surfcamp etwas aufzupimpen: Porridge, der eigentlich auch nur coolere Begriff für Haferschleim, ist eine prima Grundlage für einen langen und intensiven Tag voller Surfsessions! Es geht extrem schnell, hat viele Ballaststoffe, die dich lange satt und deinen Blutzuckerspiegel stabil halten. Es ist so variabel, dass du jeden Tag etwas Anderes auf die Hafermasse werfen kannst und abwechslungsreich frühstückst.

Zubereitung
Koche ca. 3-4 EL Haferflocken mit etwa der doppelten Menge Hafermilch (oder Pflanzenmilch deiner Wahl) ein. Dabei kannst du in etwa über den Daumen peilen, wie viel Hunger du hast. Jetzt kannst du bereits zum Süßen ein paar klein geschnittene Datteln hinzugeben. Besonders lecker finde ich noch die Kombination aus Apfel und Zimt, was du ebenfalls direkt mit einkochen kannst.

Die Datteln sorgen für eine angenehme Süße, ohne, dass du Zucker verwenden musst, Zimt unterstützt zusätzlich dein Immunsystem.

Toppings
Hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt! Du kannst noch etwas frischen Apfel oder Beeren dazu geben, Banane eignet sich besonders gut vor dem Surf, da sie viel Magnesium hat.

Für extra viel Leistungsfähigkeit kannst du dein Porridge noch mit geschroteten Leinsamen, Hanfsamen und anderen Nüssen oder einem Löffel Nussmus toppen. Auch getrocknete Früchte wie Cranberries, Kokosflocken oder gefriergetrocknetes Obst eignet sich super, falls du unterwegs keine Kühlmöglichkeit hast.

Nüsse und Samen sind neben den Haferflocken dabei deine wichtigsten Nährstofflieferanten. Leinsamen enthalten viele Omega-3-Fettsäuren, Nüsse punkten mit leicht verwertbarem Eiweiß, B-Vitaminen, Kalzium, Magnesium, Zink... die Liste ist schier unendlich. Hanfsamen sind die perfekte Quelle für pflanzliches Protein, was besonders gut vor der Surfsession ist!

Rezept für Porridge

Kommentare


Login